St. Pölten Siegerehrung

Niederbayerischen Titel in Deggendorf verteidigt – Sieg in St. Pölten – Bei Weltmeisterschaft dabei

Metten/Deggendorf/St. Pölten/Viechtach

Mit der Titelverteidigung bei der Niederbayerischen Triathlon Meisterschaft über die Kurzdistanz und dem Sieg in der Altersklasse der Amateure 35-39 beim Ironman 70.3 in Sankt Pölten, Niederösterreich verläuft der Einstieg in die Wettkampfsaison von Florian Schedlbauer genau nach Maß. 

Beim Deggendorfer Triathlon (1,5km Schwimmen, 38km Rad fahren, 10km Laufen) am Sonntag 19. Mai reicht dem 37jährigen Routinier der zweite Platz in der Gesamtwertung um die 5 jährige Serie des Bezirkstitels erfolgreich zu verteidigen. Gegen den Gesamtsieger Martin Gebhard aus dem Nürnberger Raum hatte Schedlbauer, noch als Führender aus dem Wasser, vor allem auf dem Rad das Nachsehen. 

Dass das harte Trainingslager, welches Schedlbauer noch in der ersten Mai  Woche auf Mallorca absolviert hatte, allerdings noch Früchte tragen sollte, zeigte sich dann beim Ironman 70.3 (1,9km Schwimmen, 90km Rad, 21km Laufen) nur eine Woche nach dem Deggendorfer Rennen. Als schnellster Schwimmer seiner Kategorie entstieg Schedlbauer nach gut 27 Minuten dem 17 Grad kalten Nass des Ratzersdorfer Sees. Nur 3 Minuten danach war er schon aus dem schützenden Neoprenanzug geschlüpft und hatte Schwimmbrille gegen Radhelm getauscht. Für die über 2500 gestarteten Triathleten führt die Radstrecke durch die landschaftlich wunderschöne Wachau an der Donau entlang. Neben den flachen Hochgeschwindigkeitsabschnitten fordern die Anstiege mit insgesamt 1070 Höhenmetern den Sportlern alle Anforderungen eines anspruchsvollen Radrennens ab. Mit durchschnittlich 37,7 km/h rast Schedlbauer auf seinem Zeitfahrrad über den Asphalt und konnte damit die Führung bei den 372 männlichen Amateuren 35-39 Jahre weiter ausbauen. 

Dass er als Erster in die Laufschuhe wechselt, wusste der Krankenpfleger vom Donauisarklinikum zu dieser Zeit nicht, da etliche Profiathleten und auch schon einige andere Amateursportler aus anderen Altersklassen vor ihm auf der Strecke waren. Außerdem wollte der „Flow“ beim Laufen nicht so recht aufkommen und so wurden die abschließenden 21km – bei mittlerweile sommerlichen Temperaturen – nochmal zur Bewährungsprobe. Mit einer Halbmarathon Zeit von 1:21:36 Stunden erreichte Florian Schedlbauer nach insgesamt 4:18:17 Stunden und über 2 Minuten Vorsprung das Ziel und konnte es hier kaum glauben, dass es für den Sieg in der Altersklasse gereicht hatte und er unter allen Teilnehmern, darunter zahlreiche Profisportler,  den 28. Platz belegte. 

Die damit verbundene Qualifikation für das Weltmeisterschaftsrennen im Ironman 70.3 (70.3 steht hier für die Gesamtdistanz in Meilen) am 8. September in Nizza kommt für den Mettner Triathleten, der für seinen Heimatverein RC Avanti Viechtach startet, als „i“-Tüpfelchen oben drauf und wird damit auch das diesjährige Saisonhighlight im Wettkampfkalender.