Rennrad-Rundfahrt „Ins Erzgebirge“

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Mit 540 Kilometer und 7300 Höhenmeter große Herausforderung für die Avanti Radsportler

Vom 20. bis 23.Juli nahmen 12 Avanti Radsportler den traditionellen Saisonhöhepunkt unter die Rennräder. Seit 23 Jahren wird dieser durchgeführt und immer wieder finden sich im Verein gut trainierte Radler die solche Herausforderungen suchen und sich daran beteiligen. Am Donnerstag früh um 6:00 Uhr begrüßte 1.Vorstand Max Meidinger alle Teilnehmer und im besonderen Herrn Roland Kelber, den evangelischen Pfarrer von Viechtach. Mit einem Segen, einem Gebet und dem Wunsch für eine sturzfreie und unfallfreie Tour schickte er uns auf die Strecke.


Der erste Tag führte uns bei herrlichstem Radlerwetter von Viechtach über Waldmünchen, Waidhaus, Flossenbürg in die Klosterstadt Waldsassen. Obwohl Waldsassen mit 477 Hm über NN. auf gleicher Höhe wie Viechtach liegt mussten auf 165 km Streckenlänge stattliche 2400 Höhenmeter überwunden werden. Bei Eslarn begleitete uns ein ehemaliger Radsportfreund von Max Meidinger ein kurzes Stück mit dem Rennrad. Die letzten 50 Kilometer von Flossenbürg bis Waldsassen fuhren ebenfalls zwei Radsportfreunde aus Windischeschenbach mit uns mit. Nach einem Besuch in der Basilika und dem anschließenden  Abendessen verbrachten wir in unserem Hotel eine ruhige Nacht.
Am zweiten Tag ging es über den Grenzübergang nach Eger,  über Franzensbad, Klingenthal, Johanngeorgenstadt nach Oberwiesenthal. Dieser weltbekannte Wintersportort liegt auf 914 Hm über NN. am Fuße des Fichtelberges und ist somit die höchstgelegene Stadt Deutschlands. Auf einer Streckenlänge von 125 km mussten wiederum 1800 Höhenmeter überwunden werden. Nicht nur das ständige bergauf und bergab, auch mehrere Steigungen von bis zu 13% stellten sich uns öfters entgegen und forderten unseren vollen Einsatz. Auch hier waren wir in unserem gebuchten Hotel bestens untergebracht und konnten nach einer angenehmen kühlen Nacht am nächsten ausgeruht zur 3.Etappe aufbrechen.
Von Oberwiesenthal über Chodov und Becov führte unsere Route zuerst nach Marienbad. Im herrlichen Stadtzentrum konnten wir uns bei einer kurzen Rast wieder stärken und dem regen Treiben auf der Promenade zuschauen. Anschließend ging es über Tachov, Bela nad Radbuzou, Horsovsky Tyn nach Domazlice. Mit wiederum 180 km Streckenlänge und 2100 Höhenmeter und zugleich dem wärmsten Tag mit Temperaturen bis zu 30° C war auch dieser Abschnitt recht anspruchsvoll. Da unser Hotel  direkt im Zentrum lag konnten wir die restlichen Stunden auf dem historischen Stadtplatz noch genießen.
Am Sonntag stand dann zum Abschluss noch die Etappe über 70 km und nochmals 1000 Hm an. Bei angenehmen Temperaturen um die 20°C ging es über Makrov, Maxov, Vseruby, Warzenried, Neukirchen hl. Blut, Höllhöhe, Bad Kötzting, Blaibach, Untergschaidt nach Viechtach. Mittags um 13:00 Uhr erreichten wir wieder wohlbehalten unsere Heimat.
Damit so eine Radtour reibungslos verläuft wurde die gesamte Strecke von Max Meidinger Otto Pfeffer und Joe Mathes im Vorfeld mit dem Auto abgefahren und alle markanten Punkte festgehalten. Ebenso wurden die Hotels besichtigt und gebucht. Ein besonderer Dank gilt natürlich unseren 3 Begleitfahren die uns mit einem  Kleinbus über die ganze Strecke unser Gepäck transportierten. Außerdem versorgten sie uns tagsüber mit Getränken, Bananen etc.
Traudl Fischl, Joe Mathes und Hermann Wagner betreuten uns so hervorragend dass wir uns wie Profis bei der Tour de France fühlen konnten.
Die gesamte Tour führte größtenteils über sehr verkehrsarme Strassen, wodurch natürlich der Radsport Genuss noch erhöht wurde. Außer einem kleinen Sturz auf der letzten Etappe der zum Glück recht glimpflich verlief gab es auf der gesamten Strecke nicht einen „Platten“ oder einen sonstigen Defekt.  Alle Teilnehmer waren von der „Tour ins Erzgebirge“ begeistert und somit ist auch der 23. Saisonhöhepunkt des RC Avanti schon wieder Geschichte.
Teilnehmer: Dr.Stefan Brücklmayer, Hans Eiber, Otto Fischl, Peter Gehr, Michael Liebl, Max Meidinger, Otto Pfeffer, Christian Wühr, Edwin Schedlbauer, Alois Schneck, Alois Stadler, Franz Weikl.
Horst Knötig und Thomas Koller konnten krankheitsbedingt an der Tour leider nicht teilnehmen.  

Bericht: Max Meidinger